ci in festen Wendungen: ci penso, ci credo, ci sto
Ci penso io, non ci credo, ci sto: Bei einer Reihe von Verben gehört ci fest dazu und lässt sich nicht mehr übersetzen — es ist Teil des Wortes geworden.
≈ 10 Minuten Lesezeit
Danach kannst du
- Ci als Ersatz für a plus Sache erkennen
- Die Verben unterscheiden, bei denen ci fest dazugehört
- Metterci und volerci auseinanderhalten
- Die Verschmelzung zu ce vor anderen Pronomen anwenden
Das Wörtchen ci steht in fast jedem italienischen Gespräch, und oft lässt es sich gar nicht übersetzen. In ci penso io oder ci sto ist es Teil des Verbs geworden. Diese Lektion sammelt die Fälle, in denen man ci nicht mehr auseinandernehmen kann, sondern als Ganzes lernt.
Die Grundbedeutung: a plus Sache
Meistens ersetzt ci eine Fügung mit a — allerdings nur bei Sachen, nie bei Personen:
- Penso a questo. → Ci penso. — Ich denke darüber nach.
- Credo a questa storia. → Ci credo. — Das glaube ich.
- Riesco a farlo. → Ci riesco. — Ich schaffe es.
Bei Personen steht dagegen ein indirektes Pronomen: penso a Marco wird zu penso a lui, nicht zu „ci penso”.
Daneben ersetzt ci einen Ort — das ist die Bedeutung, die man zuerst lernt: vado a Roma wird zu ci vado.
Die Verben mit festem ci
Bei diesen Verben gehört ci dazu, ohne dass man noch sagen könnte, wofür es steht:
- pensarci — sich kümmern: ci penso io, ich kümmere mich darum
- crederci — daran glauben: non ci credo
- starci — mitmachen: ci sto!
- farcela — es schaffen: non ce la faccio più
- volerci — nötig sein: ci vuole tempo
- metterci — brauchen: ci metto un’ora
- entrarci — damit zu tun haben: non c’entra niente
- tenerci — Wert legen auf: ci tengo molto
- vederci — sehen können: non ci vedo senza occhiali
- sentirci — hören können: non ci sento bene
Diese zehn decken den Alltag ab. Sie lernt man als Ganzes, nicht als Verb plus Pronomen.
ci penso io: die praktischste Wendung
Ci penso io heißt „ich kümmere mich darum” und ist eine der nützlichsten Formeln überhaupt:
- — Chi porta il vino? — Ci penso io.
- Non ci pensare! — Mach dir keine Gedanken!
- Ci devo pensare. — Ich muss darüber nachdenken.
Das nachgestellte io betont, dass man es selbst übernimmt — es ist kein überflüssiges Pronomen.
volerci und metterci: der Unterschied
Beide sagen, wie lange etwas dauert, aber aus verschiedener Sicht:
- Ci vogliono due ore. — Es dauert zwei Stunden. (allgemein, unpersönlich)
- Ci metto due ore. — Ich brauche zwei Stunden. (persönlich)
Volerci steht nur in der dritten Person und richtet sich nach dem Folgenden: ci vuole tempo, aber ci vogliono due ore.
Metterci wird dagegen normal konjugiert: ci metto, ci metti, ci mette, ci mettiamo. Die Frage danach lautet quanto ci metti?
In der Vergangenheit: ci sono volute due ore mit essere, ci ho messo due ore mit avere.
farcela: es schaffen
Diese Form vereint gleich zwei Pronomen — ce und la — und ist im Gespräch allgegenwärtig:
- Ce la faccio. — Ich schaffe es.
- Non ce la faccio più. — Ich kann nicht mehr.
- Ce l’hai fatta! — Du hast es geschafft!
Im Passato prossimo steht avere, und das Partizip richtet sich nach dem la: ce l’ho fatta, mit a am Ende.
Verwandt ist avercela con qualcuno — auf jemanden böse sein: ce l’ha con me, er ist sauer auf mich.
entrarci: damit zu tun haben
- Non c’entra niente. — Das hat nichts damit zu tun.
- Che c’entra? — Was hat das damit zu tun?
- Tu non c’entri. — Du hast damit nichts zu tun.
Che c’entra ist eine der häufigsten Rückfragen in italienischen Diskussionen. Sie wird oft als vollständiger Einwand benutzt.
Wenn ci zu ce wird
Vor einem zweiten Pronomen wechselt der Vokal — dieselbe Regel wie bei mi und ti:
- ci + lo = ce lo: ce lo dico
- ci + ne = ce ne: ce ne sono tre
- ci + la = ce la: ce la faccio
Ce ne sono heißt „es gibt davon” und ist die Mehrzahlform von c’è: ce ne sono molti, es gibt viele davon.
c’è und ci sono
Der bekannteste Fall gehört ebenfalls hierher. Ci plus essere heißt „es gibt”:
- C’è un problema. — Es gibt ein Problem.
- Ci sono due possibilità. — Es gibt zwei Möglichkeiten.
- C’era una volta … — Es war einmal …
Auch hier richtet sich das Verb nach dem Folgenden. Und non c’è di che — keine Ursache — ist die höfliche Antwort auf ein Dankeschön.
Wo ci steht
Wie alle Pronomen vor dem konjugierten Verb, hinten am Infinitiv und Imperativ:
- Ci penso. · Devo pensarci. · Pensaci!
- Non ci credo. · Non posso crederci.
Kleine Probe
- Ich kümmere mich darum. · Das glaube ich nicht. · Wie lange brauchst du? · Ich schaffe es nicht mehr.
Die Lösungen: Ci penso io. — Non ci credo. — Quanto ci metti? — Non ce la faccio più.
Was du mitnehmen solltest
Bei einer Reihe von Verben ist ci kein Pronomen mehr, sondern Teil des Wortes — man lernt pensarci, farcela und metterci als eigene Vokabeln. Die wichtigste Unterscheidung ist ci vuole gegen ci metto: das eine unpersönlich, das andere auf die Person bezogen. Und vor einem zweiten Pronomen wird ci zu ce.
Häufige Fragen
Was ersetzt ci?
Meist eine Fügung mit a: ci penso steht für penso a questo, ci credo für credo a questo. Daneben ersetzt es einen Ort: ci vado für vado a Roma. Der Zusammenhang klärt, was gemeint ist.
Was ist der Unterschied zwischen ci vuole und ci metto?
Ci vuole sagt, wie lange etwas allgemein dauert: ci vogliono due ore. Ci metto sagt, wie lange ich persönlich brauche: ci metto due ore. Das erste ist unpersönlich, das zweite wird normal konjugiert.
Warum wird aus ci ein ce?
Vor einem zweiten Pronomen wechselt der Vokal, wie bei mi und ti auch: ce lo dico, ce ne sono tre. Das erleichtert die Aussprache und betrifft alle Kombinationen.
Was heißt ci sto?
Ich bin dabei, ich mache mit. Es ist eine Zusage auf einen Vorschlag: andiamo al cinema? Ci sto. Wörtlich lässt es sich nicht übersetzen — ci gehört hier fest zum Verb.
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